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K12 GALERIE | Max Grüter | Fotos: K12 GALERIE © 2006 | MARXX | Günter Bosch
Max Grueter "Achtung Figurativ"
Max Grueter "Achtung Figurativ"
Max Grueter "Achtung Figurativ"
Max Grueter "Achtung Figurativ"
Max Grueter "Achtung Figurativ"
Max Grueter "Achtung Figurativ"
Max Grueter "Achtung Figurativ"
Max Grueter "Achtung Figurativ"
Max Grueter "Achtung Figurativ"
Max Grueter "Achtung Figurativ"
MAX GUETER | Text
Freidimensional
Max Grüter in der Galerie K12

Dem von Grüter selbst geprägten Begriff „Freidimensional“ entsprechend, sind dem Künstler sowohl thematisch als auch werktechnisch keine Grenzen gesetzt. Er ist in den klassischen Disziplinen Zeichnung, Malerei und Skulptur genauso beheimatet wie im prozessualen Arbeiten und der virtuellen 3D-Animation.
Eines seiner zentralen Experimentierfelder ist die Raumfahrt. Seit Jahren schafft er unter der Projektbezeichnung „My Private Space Program“ unermüdlich an seinem ganz persönlichen, intimen Raumfahrtprogramm. Am Computer animierte Astronautenfilme, im Prototyping-Verfahren entwickelte Weltraumfahrer und im Gitter-Rasterverfahren hergestellte Kosmonauten-Szenerien gehören genauso zu seinem ständig expandierenden Kunstweltall wie handmodellierte Dübel-Raketen-Plastiken und Digitalfotos in Leuchtkästen. Die Astronauten, zumeist Selbstporträts des Künstlers, geben sich dabei zutiefst menschlich. Sie schwitzen vibrierend in einer Weltraumkapsel, sitzen auf einem fliegenden Teppich oder starren, angeschlossen an Versorgungsschläuche, selbstverloren vor sich hin.
Auf einer anderen Untersuchungsebene beschäftigt sich Grüter mit „obdachlosen Erinnerungen“. Eigene und aus Zeitschriften entnommene Erinnerungsbilder transformiert er mit Hilfe von digitalen Gittern am Computer in zeichnerische Netzbilder. Die Motive solcher Zeichnungen, die er auf Alu-Blech überträgt und ausfräst, sind vielgestaltig, seien dies nun ein Wellensittich auf einem Finger sitzend , ein Rebell mit einer Kalaschnikov oder andere aus dem sozio-politschen Affinitätsfeld gegriffene Bilder.
Anhand seines privaten „Space Programs“ und der „obdachlosen Erinnerungen“ verwandelt Max Grüter die Räumlichkeiten der Galerie in ein regelrechtes Erlebnisparadies, das angereichert ist mit hochartifiziellen Skulpturen, Zeichnungen und Computerfilmen. Allesamt Arbeiten, die dem Betrachter in ihrer Leichtigkeit und Ironie auch hinreichend Stoff zum Nachdenken bieten.
Karlheinz Pichler

MAX GUETER | Biografie

Max Grüter

1955 Sohn einer schweizerisch - österreichischen Arbeiterfamilie
Aufgewachsen in Horgen am Zürichsee
1971 Vorkurs Kunstgewerbeschule Zürich
1972-76 Ausbildung zum Grafiker

Einzelaustellungen

2005 „FREIDIMENSIONAL“ Galerie verniSAGEfinis Zürich
2003 „My Private Space Program“: AAAS, Washington
2001 „EVA 2“ Galerie Schedler, Zürich
2000 „EVA“ (extravehicular activity): Galerie Schedler, Zürich
1998 „Vorgefertigt“ in der IG-Halle Rapperswil
1997 Kunst am Bau mit der Stahlfigurengruppe „TANKMAL“ und Ausstellung in den Räumlichkeiten der Firma Grey, Düsseldorf
1996 Galerie Christine Brügger, Bern
1995 „Freidimensional“: Galerie Andy Jllien, Zürich
1993 Galerie Andy Jllien, Zürich
1992 Theater Ticino, Wädenswil
1990 Ausstellungsraum HANNIBAL, Zürich
1988 Galerie West, Zürich

Gruppenausstellungen

2005 „Construktion/Dekonstruktion“ Allianz Berlin
2004 „Friendly Fire“: Pfalzgalerie Kaiserslautern, mit „Crash-Test für Lieblingsgegenstände“
„Nachschub“: Kunst.Vorarlberg, Feldkirch
„Seegang“: Kulturfonds Horgen
„Friendly Fire“: The Gus Fisher Gallery, Auckland, Neuseeland
2003 Art Frankfurt, Galerie Schedler, Zürich
„Friendly Fire“: Shedhalle Frauenfeld, mit „Crash-Test für Lieblingsgegenstände“
2002 „Höfische Kultur“ im Kreis 4
2001 „Höchstleistung“: Shed im Eisenwerk Frauenfeld
„All Design: Leben im schwerelosen Raum“, Museum für Gestaltung, Zürich
1999 ART Frankfurt, Galerie Schedler, Zürich
1998 „Gegenüberstellung“: Galerie Schedler, Warth
Kunst 98, Zürich, Galerie Schedler, Warth und Zürich
1994 „Grundstücke“, Fotoarbeiten mit Patrick Rohner, Galerie Andy Jllien, Zürich
1992-94 Diverse Gruppenausstellungen in der Galerie A16, Zürich
1992 Theater Ticino, Wädenswil
1991 „Wann also wird‘s kritisch mit der Kunst?“
Kunstszene Zürich 1991 und 1992, Helmhaus Zürich
1986-87 „Kunstszene Zürich“, Züspa, Zürich-Oerlikon
Jurierte Ausstellung „Kunstszene Zürich“, Kunsthalle Zürich
1984 „Plastik-Plastik“ im Kunsthaus Oerlikon, Zürich

Publikationen

2005 „Construktion/Dekonstruktion“: Ausstellungskatalog
2004 „Friendly Fire“: Ausstellungskatalog
„Lettre International“: Künstler für das Winterheft 2003/4 mit „Weltraumdisco“
„Nachschub“: Ausstellunskatalog Kunst.Vorarlberg
1998 „Tankmal“: Werkatalog
1991 „EX und andere Skulpturen von Max Grüter“: Werkkatalog

Redaktionelle Arbeiten

Seit 1991 Veranwortlich für die Titelbilder: NZZ Folio, Zürich,fotografiert von Patrick Rohner, Zürich

Preise

2004 Werkbeitrag des Kanton Zürich
 




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